in Deutschland

Diese Ausstellungen sind auszuleihen: Beide sind ein Projekt von Spuren e.V. und TRACES Center for History and Culture, die biographiegeschichtlich arbeiten, um historisch-orientierte Verständigung zwischen Menschen zu vermitteln.

 

Hinter dem Stacheldraht: Deutsche und Amerikanische Kriegsgefangene im 2. Weltkrieg

Diese Ausstellung war vom 19. März bis 23. April 2015 in des Center for American Studies (HCA) der Universität Heidelberg (Hauptstrasse 120, 69117 Heidelberg; Tel. 06221.543710), zu sehen. Für weitere Informationen: hca@uni-hd.de

Im Zweiten Weltkrieg nahmen die westlichen Alliierten hunderttausende deutsche Soldaten gefangen. 380.000 davon wurden nach Nordamerika verschifft, wo sie in über 600 Stamm- und Zweiglagern untergebracht wurden.

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deutsche Kriegsgefangene in Minnesota, circa 1944

Zur selben Zeit gab es etwa 90.000 amerikanische Kriegsgefangene in Nazi Deutschland, die unter den Kriegsbedingungen litten, genauso wie oder sogar noch mehr als die deutschen Zivilisten, unter denen sie sich nun befanden.

In den zwei Nächten der Bombardierung Dresdens—kurz vor Kriegsende—gab es zehntausende alliierte Kriegsgefangene, sowie KZ-Häftlinge und deutsche Flüchtlinge in der sächsischen Hauptstadt. Unmittelbar danach war es die Aufgabe der Kriegsgefangenen, die unzähligen Toten der Vernichtung von Elbflorenz aus Schutt und Asche auszugraben, aufzustapeln und zu verbrennen.

Bevor Kurt Vonnegut starb, arbeitete er mit TRACES, einer amerikanischen Politikbildungsorganisation zusammen, um seine Geschichte noch einmal erzählen zu lassen—die den Kern von Slaughterhouse Five (auf Deutsch Schlachthof Fünf) bildete.

Jetzt sind die Geschichten der deutschen Kriegsgefangenen in den Vereinigten Staaten sowie der amerikanischen Gefangenen im Dritten Reich in einer Ausstellung zu sehen, Behind Barbed Wire (Hinter dem Stacheldraht).

 

Zum 70. Jahrestag ‚Dresden‘ – Schönheit und Tragödie

Diese Ausstellung war vom 15. Februar bis zum 8. März 2015 in der Galerie 13, Webergasse 13, 73728 Esslingen zu sehen. Die Vernissage fand um 11 Uhr am 15. Februar 2015 statt: Einladung

In der Galerie 13 wurden vom 15.2.-8.3.2015 Ölbilder und Aquarelle des Esslinger Malers Eugen Luick (1908-1991) ausgestellt. Er kam als Soldat mit Malkasten im Juli 1944 nach Dresden und hielt die Schönheit, wie auch die Zerstörung der einzigartigen Bauwerke in seinen Bildern fest. Zur selben Zeit befanden sich zehntausende Kriegsgefangene in Dresden, deren Geschichte(n) durch die amerikanische Bildungsorganisation TRACES und ihren Partner, Spuren e.V., aufgearbeitet wurde(n).

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Dresdner Frauenkirche 1944 und nach der Bombardierung 1945, gemalt von Eugen Luick; aus seinem Buch Dresden: Schönheit und Tragödie
(E. + S. Fleischmann Verlag, Esslingen, 1985)

Weitere Informationen über Kriegsgefangene auf beiden Seiten des 2. Weltkrieges gibt es unter www.TRACES.org .