Mitarbeiter/-innen

Direktor von Spuren e.V. und TRACES (USA)

Um die TRACES Website zu besuchen, klicken Sie auf den rote Link. Dort befinden sich Informationen über unsere amerikanische Partnerorganisation.

Michael Luick-ThramsmichaelLuickThrams
Als ein Kind der breiten und offenen Prärie, wuchs ich auf einem Bauernhof in Iowa auf. Dort lebten und arbeiteten die Thramses und Luicks für insgesamt 105 Jahre. Meine Familie lebt seit 1630 in Nordamerika. Sie stammte von den britischen Inseln, den Niederlanden, aus verschiedenen deutschen Regionen und aus Dänemark. Über 400 Jahre lang hatten wir Anteil am “amerikanischen Erlebnis”: an der amerikanischen Revolution und an den Bürgerkriegen, am kalifornischen Goldrausch und an der Migration in den  Westen. Wir erlebten beide Weltkriege und die Bürgerrechtsbewegung, auch schon lange bevor sie zur “Bewegung” wurde, und wir hatten Teil an der kulturellen Revolution der 1960er und 70er Jahre. Wir mussten auch nationale Tragödien verarbeiten, zum Beispiel das Erstarken des Ku Klux Klans in den 1920er Jahren, oder das “Kopf-in-den-Sand-Stecken” der McCarthy-Ära in den 1950er Jahren, oder den kriminellen Krieg der USA gegen den Irak. (Ironischerweise war es die ständige Bereitschaft meines Landes einen Krieg zu führen—insbesondere Jimmy Carter’s wiederaufgegriffener Meldepflicht zum Militärdienst in 1980—welche mich zuerst zum Pazifisten und dann mit 17 Jahren zum Quäker werden ließen.) Es ist ein buntes Erbe, das unsere Familie einerseits bereichert, andererseits aber auch zur Verantwortung ruft, uns für eine bessere Zukunft zu engagieren. Diese einzigartige Erbschaft motiviert zu einem Großteil mein berufliches sowie mein privates Leben, jeden Tag aufs Neue.

Derzeitige Kollegen/-innen

Carolin Kirchner
Ich wurde in den tumultuösen letzten Tagen der DDR carolin Diktatur in Erfurt geboren, wo ich die ersten 18 Jahre meines Lebens verbrachte. Nach dem Abschluss meines Magisterstudiums in Filmwissenschaft, Mittlere und Neuere Geschichte und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz konnte ich mit einem Fulbright Stipendium einen zweiten Master in Cinema Studies an der San Francisco State University erfolgreich beenden. Die letzten fünf Jahre habe ich in Los Angeles gelebt und studiert. Im Juni 2018 werde ich das Promotionsverfahren zum Dr. phil in Cinema and Media Studies an der University of California, Los Angeles (UCLA) abschließen. Dank eines Dissertationsstipendiums der UCLA lebe ich derzeit mit meinem amerikanischen Ehemann A.J. wieder in Erfurt. more ...

Meine Eltern, Großeltern und mein Bruder sind alle in Erfurt geboren und haben ihr gesamtes Leben hier verbracht. Meine Urgroßeltern waren auch Erfurter – und wenn ich mich schon mit meinem Stammbaum beschäftigt hätte, wüsste ich wie viele Generationen meiner Familie hier ansässig waren. Dementsprechend bin ich die einzige Person in meiner Familie, die Erfurt verlassen hat –auch wenn ich nicht ausschließen kann, das ich nicht wieder dauerhaft zurückziehe.

Umit Kuzhan
Meine Eltern verließen ihr Heimatland, die Türkei,DSC02895 1 und zogen in die USA um sich eine neue Existenz aufzubauen und mir ein besseres Leben zu ermöglichen. Ihre Herkunft veranlasste mich dazu mich in der türkischen Gemeinde in Levittown, Pennsylvania zu engagieren. Die Stadt in der ich aufwuchs, war im Gegensatz zu anderen Teilen der Vereinigten Staaten, sehr weltoffen und vielfältig, sodass ich Menschen verschiedenster Religionen und kulturellen Hintergründen kennen lernte. Diese Erfahrungen prägten mich so sehr, dass ich mich dazu entschloss den Studiengang Soziale Arbeit an der Temple University zu studieren. Während meines Studiums arbeitet ich mit Flüchtlingen aus unterschiedlichen Ländern, was meinen Wunsch verstärkte, Menschen in Konfliktgebieten zu helfen. Deshalb zog ich nach meinem BA Abschluss im Juni 2017 nach Erfurt, wo ich diesen Herbst einen Master in Internationaler Sozialer Arbeit anfangen werde. Derzeit mache ich ein Praktikum in dem gemeinnützigen Verein TRACES/Spuren e.V., da es mein Ziel ist in einigen Jahren eine eigene Non-Profit-Organisation zu gründen.

Derzeitige Partner/-innen

Sagy CohensagyCohen_200
Geboren wurde ich an einem Samstagvormittag im Frühling, in eine säkular geprägte Familie. Mein dunkelhäutiger Vater hat jemenitische Wurzeln, meine Mutter ist Tochter einer ungarischen Auschwitz-Überlebenden. Das war in den späten 70er Jahren im noch jungen Staat Israel. Diese Herkunft machte mich zur 3. Generation nach der Shoah. Ich habe die Schule absolviert, Militärdienst geleistet, war durch Europa und durch Nord- und Mittelamerika gereist und hatte sechs Semester studiert, als mir klar wurde, dass ich lange genug den ausgetretenen Pfaden anderer Menschen gefolgt war. Ich packte meine Sachen und zog nach Deutschland, woher meine Frau kommt, um. Hier wurde ich herausgefordert, mich und mein Leben neu zu (er-)finden. In den vergangenen sieben Jahren hat mich dieser Hintergrund—mehr als alles andere—dazu geführt, ein Leben in Verantwortung und Selbst-Bewusstsein zu wählen. Es ging und geht mir darum, eine Brücke zwischen Kulturen und Religionen, zwischen Sprachen und Gebräuchen zu bauen.

Thaer Issa
Ich bin in Palästina geborenThaer Issa photo und lebe seit 6 Jahren in Deutschland. Ich bin Jurist und arbeite als Regionalleiter bei Soziale Dienste Jugendhilfe GmbH. Neben meiner Öffentlichkeitsarbeit bin ich für die Durchführung von Sozial- und Wohlfahrtsprojekten zuständig. Insbesondere die Erfahrungen aus interreligiösen Projekten werden in das Projekt mit eingebracht.

Kevin ManygoatsIndianer_KevinManygoats_200
Ich wurde in Gallup, New Mexico als einer von sieben Jungen geboren. Bis zu meinem 14. Lebensjahr lebte ich im Navajo Reservat, ging im Bundesstaat Arizona in den Kindergarten und in die Grundschule. Danach besuchte ich die Winslow High School. Das war auch das erste Mal, dass ich mich für eine längere Zeit ausserhalb des Reservats aufhielt und nun die reale amerikanische Kultur erlebte, so, wie ich sie bisher aus dem Fernsehen gar nicht kannte. Ich war ein Teenager, der jedoch in zwei Welten lebte. An der Universität habe ich Chemie studiert und auch gearbeitet, bis ich 2003 nach Dresden in Deutschland umgezogen bin. Hier habe ich eine Familie gegründet und arbeitete weiter in der Wissenschaft.

Greg Mock
bio pictureIch bin in der Gegend von Philadelphia, im Nordosten Amerikas geboren und aufgewachsen. Meine Mitwirkung in vielen kirchlichen und sportlichen Organisationen half mir, fokussiert zu bleiben und nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Dank meiner athletischen Fähigkeiten bekam ich ein Leichtathletik-Stipendium an der Lock Haven University, wo ich später meinen Bachelor in International Studies abschloss. Während meines Studiums kam ich mit vielen Austauschstudenten aus der ganzen Welt in Kontakt. Seitdem hat sich mein Horizont stetig erweitert. Durch Freundschaften mit internationalen Studenten bot sich mit die Chance, zu reisen und in Deutschland und Frankreich zu arbeiten, wo ich meine deutsche Ehefrau, Johanna, kennen lernte. Die Arbeit für eine christliche Organisation mit Schwerpunkt Jugend und Familie in Dresden war eine große Herausforderung. Anfangs konnte ich die Sprache nicht; ich hatte eine andere Hautfarbe und kam aus einer anderen Kultur. In Dresden machte ich viele gute, aber auch traumatische Erfahrungen. In den schweren Zeiten musste ich ganz auf Christus vertrauen. In meiner Freizeit lese ich gerne in meiner Bibel, lerne andere Sprachen, tanze, trainiere und biete meine Hilfe denen an, die sie brauchen können. Ich freue mich auf die Arbeit bei Spuren e.V., weil die Mitglieder versuchen, Menschen zusammen zu bringen und durch das Lernen übereinander Frieden zu schaffen.

Andrea Skerhut
Mein Motto: Der Kopf ist rund, damit das Denken seine
Richtung ändern kann
 (Francis SkerhutBildPicabia) Als Kind drehte ich mit meinen Eltern eine kleine „Deutschland-Runde“, denn ich wurde in Nordrheinwestfalen geboren, besuchte den Kindergarten in Niedersachsen und verbrachte Schule und Studium der Rechtswissenschaften im lebendigen Rheinland. Auf meinem Beruflichen Rundweg lernte ich viel über Recht und Gerechtigkeit einerseits und Bedürfnisse und Interessen andererseits. Deshalb rundete ich meine Erkenntnisse ab mit der Ausbildung zur Mediatorin (FH) und Supervisorin (SHB). Meine Rundreise führte mich 1994 nach Thüringen. Beruflich beheimatet bin ich als Vorsitzende des Thüringer Arbeitskreis Mediation e.V., selbständig tätige Mediatorin und Supervisorin und Dozentin/Kursleiterin für den Mediationsstudiengang der Fachhochschule Erfurt. AIKIDO, eine japanische, ausschließlich defensive Kampfkunst ist, rundheraus gesagt, meine Leidenschaft, denn fließende kreis- und spiralförmige Bewegungen führen zu überraschender Richtungsänderung. Das Leben, wie der Kopf, ist rund und ich begleite Menschen mit Humor und viel Freude darin, dem Denken eine andere Richtung zu geben.

Ehemalige Partner/-innen

Moreena B.(altes, unscharfes Foto benutzt)Moneera
Ich komme aus Syrien im Nahen Osten. Mein Vater war Ingenieur, meine Mutter Lehrerin. Mit meinem Mann zusammen habe ich drei Kinder. Aufgewachsen bin ich in Aleppo, wo ich eine glückliche Kindheit verbringen durfte. Nach dem Abitur studierte ich Maschinenbau und habe mit einem Master abgeschlossen. 2010 begann mein Promotionsstudium. Während dieser Zeit engagierte ich mich in einem Verein (Alaadiat), der sich für den Erhalt von Kulturgütern und für kulturelle Verständigung einsetzte.
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Mir wurde klar, dass wir zwei Heimaten haben: das nähere Umfeld und den kulturellen Raum, innerhalb dessen wir aufwachsen. Wenn Zivilisation bedroht ist, dann meistens dadurch, dass herrschende Personen und dominante Gesellschaftskreise egoistischen Interessen verhaftet sind. Ich bin Muslimin und als solche respektiere ich, wie alle wahre Muslime in meiner Heimat, unseren jeweiligen Staat. In ihm leben wir zusammen als Nachbarn, Kollegen oder Freunde. In der Bezeichnung “Muslim” steckt ja die Wurzel salan = Frieden. Muslime sind deshalb aufgerufen, friedfertige Personen zu sein. Im Jahr 2011 gab es in meiner Heimat Demonstrationen für Demokratie und Frieden. Die Situation eskalierte und nun erleben wir einen fürchterlichen Krieg. Wie alle syrischen Menschen bin auch ich darüber zur Zeit äusserst traurig. Meine Botschaft ist: Setzen wir uns ein, dass die Politik Frieden schafft und nicht Kriege!

Catherine Charles-HenrichCatherine Charles-Henrich
Ich kam in Malaysia als Kind einer zehnköpfigen Familie zur Welt. Ich bin die Jüngste von sechs Schwestern und zwei Brüdern. Meine Eltern—überzeugte Katholiken—kommen ursprünglich aus Kerala in Indien und schickten mich in Malaysia auf ein irisches Gymnasium. Nach meiner Ausbildung zur Sekretärin verließ ich mit 18 Jahren Malaysia, um die Welt und ihre Geheimnisse zu entdecken. more ...

Ich wohnte und arbeitete in Brunei, Singapore, Borneo und Deutschland. Bis ich auf Borneo meinen Mann traf und wir ohne große Bürokratie in Las Vegas, USA, heirateten.  Heute leben wir in Dresden und haben zwei Töchter. Meine letzten Arbeitserfahrungen sammelte ich als Sekretärin des Direktors der ambulanten Klinik von Dresdens Technischer Universität (Institut für Psychologie). Während dieser Zeit fühlte ich mich sehr dem Buddhismus verbunden, weil ich unbewusst schon nach dessen Philosophie lebte. Seit ich 2007 nach Dresden kam, engagiere ich mich in der Sozialarbeit, z. B. in der Dresden International School und im Dresdner Rotary Club. Ich sehe es als meine Passion an, eine Bereicherung für die Gemeinschaft zu sein—auf jede erdenkliche Art.

 Ehemalige Praktikant/-innen und Freiwillige

Raafat Beiratcv photo
Es war der 25. November 1993 – Thanksgiving – als ich geboren wurde. Ich kam in Florida, in den U.S.A. zur Welt und erlebte hier die ersten Jahre meiner Kindheit. Als ich sieben Jahre alt war, zogen meine Familie und ich nach Jordanien, wo ich dann aufwuchs und meine Schule beendete. Danach war ich an der Deutsch-Jordanischen Universität in Management eingeschrieben. Im Moment absolviere ich mein Auslandsstudiensemester an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden im Studiengang International Business. Es war schon immer mein Traum, mich für die Welt einzusetzen und etwas zu bewirken für eine bessere Zukunft. Mein Leben richtet sich danach, diesen Traum immer am Leben zu halten. Ich liebe es zu reisen, verschiedene Kulturen und Traditionen zu erleben und Menschen zu treffen. Ich bin ein technologischer Enthusiast, ein Liebhaber des Motorsports und habe eine große Leidenschaft für das Reisen.

Ulrike BürgelUlrike
Die deutsch-deutsche Geschichte hat in meiner Familienbiografie Spuren von Flucht und Migration hinterlassen: Ich wurde in den 1980er Jahren in der DDR geboren. Meine ersten Lebensjahre verbrachte ich mit meiner Mutter und meiner Oma in Eisenach. Von einem Besuch bei der Westverwandtschaft kehrte meine Mutter eines Tages nicht mehr zurück. Das war nicht ganz ohne Risiko für sie, meine Oma und mich. Denn sie wurde damit zu einem Republikflüchtling und meine Oma, damals schon Rentnerin, bekam durchaus Besuch von Stasi-Mitarbeiter*innen. Diese baten sie, ihre Tochter zur Rückkehr zu bewegen. Ihr würde dann auch nichts geschehen. Nun, das war nicht zu glauben.more ...

Jede*r wusste, was passieren kann, wenn Republikflüchtlinge zurückkehrten. Meine Mutter erfuhr vor ihrer Flucht, dass die DDR an behinderten Kindern wie mich nicht interessiert war und mich deshalb kaum in ein Heim einweisen würde, um aus mir eine ‚sozialistische Persönlichkeit’ zu machen. Mein biologischer Vater fiel ebenso aus. Ich wohnte ungefähr ein halbes Jahr bei meiner Oma bis der Familienzusammenführung zugestimmt wurde. Vom Bahnhof Friedrichstraße holte uns dann mein (Stief-)Papa ab. Der Bahnhof gehörte damals zum Osten Berlins, sodass ich meine Mutter erst wiedersah, als wir in meinem neuen Zuhause ankamen. Das war im Januar oder Februar 1989. Ein paar Monate später fiel die Mauer. Bis ich zwanzig war, wuchs ich in Berlin auf. Danach zog ich für ein Jahr in die Niederlande, studierte erst in Chemnitz, dann in Berlin und leb(t)e in Dresden. (Innereuropäische) Migration ist -zumindest für einen Teil unserer Gesellschaft- selbstverständlich geworden und sie ist ein Geschenk, das wir achten sollten.

Issa Dabain 12308462_10208182341625124_7437423745387773515_n (2)
In der “Mosaik-Stadt“ Madaba in Jordanien wurde ich als Christ  am 2. November 1993 geboren und bin der älteste von drei Geschwistern, einem Bruder und einer Schwester. Ich wuchs unter der Obhut meines Vaters, einem ehemaligen Oberstleutnant der Militärstrafverfolgungsbehörde der Jordanischen Armee und jetzigem Verwaltungsbeamten an der De La Salle Frere Universität in Amman in Jordanien, und meiner Mutter, einer Gymnasiallehrerin auf. Gelernt habe ich an der Römisch-Orthodoxen Schule in Madaba und habe meinen Abschluss mit Auszeichnung abgeschlossen. Danach habe ich 2011 mit dem Studium in Internationalem Rechnungswesen an der Deutsch-Jordanischen Universität (GJU) in Amman begonnen. more ...

Schließlich immatrikulierte ich mich im Rahmen eines einjährigen Pflichtauslandsprogramms an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden), dass unter anderem auch ein Praktikum bei Spuren e.V. beinhaltet. Dort habe ich sehr viel gelernt. Ebenso durchlief ich ein Praktikum im Bereich Rechnungswesen und Finanzen bei der Fluggesellschaft Royal Jordanian Airlines. Da erhielt ich zahlreiche Zertifikate, beispielsweise für die Einführung in SAP. Meine weiteren Ziele hier in Deutschland sind, meine Fähigkeiten durch ein Masterstudium zu erweitern und das CPA Zertifikat “Certified Public Accountant” („Zertifizierter Buchhalter“) zu erhalten. Meine Hobbies sind Martial Arts und Bodybuilding. Besonders macht mir auch Grafikdesign Spaß.

Issam Dabbasissam
Ich wurde in Amman, der Hauptstadt von Jordanien, geboren. Jordanien ist das sicherste Land im Mittleren Osten. Ich bin der Aelteste von zwei Brudern und einer Schwester. Mein Vater war bis 2008 ein Oberst beim jordanischen Zoll, danach Kommissar für Zoll und Umsatz in der jordanischen Regierung. Meine Mutter ist aus Palestina. Mein Grossvaeter vaeterlicherseits war Gruender der Al-Salt Wohltaetigkeitsorganisation (Anm.: Al-Salt ist eine Stadt in Jordanien), mein anderer muetterlicherseits ein Oberst in der palestinischen Armee. Beide sind inzwischen tot – moegen ihre Seelen in Frieden ruhen. Ich ging am Terra-Santa College in Amman zur Schule und machte mit 18 Jahren meinen Abschluss. Ich studiere International Business an der Deutsch-Jordanischen Universitaet in Amman, Jordanien. Zur Zeit bin ich fuer ein Auslandsstudiensemester an der Hochschule fuer Technik und Wirtschaft Dresden eingeschrieben und mache gerade fuer 20 Wochen ein Praktikum beim Spuren e.V. Hier arbeite ich mit wundervollen Menschen zusammen.

Suhaib Khalaf
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Ich wurde am 25.03.1994 in Amman, Jordanien geboren.
Ich besuchte die Grundschule in Jordanien und absolvierte die weiterführende Schule in Saudi-Arabien.
2012 fing ich mein Bachelor Studium im Fachbereich International Accounting an der German-Jordanian University an.
Als Teil meines Studiums muss ich ein Jahr in Deutschland studieren und ein Praktikum absolvieren.
Nach meinem Semester an der Fachhochschule Dortmund, suchte ich einen Praktikumsplatz und fand, nach einigen Empfehlungen von Freunden und Kollegen, Spuren e.V. als eine gute Wahl für mich.
Ich habe nicht nur Erfahrungen im Accounting, sondern auch im Management-Bereich.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nach meinem Praktikum bei Spuren e.V., mit neuen Ideen und ausgezeichneten Erfahrungen sowie Kenntnisse im Umgang mit neuen Kulturen und Menschen, nach Jordanien zurückkehren kann.

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Ich erblickte am 15.März 1993 in Amman, der Hauptstadt von Jordanien, das Licht der Welt. Meine Familie ist Christlich-Arabischer Herkunft. An der Deutsch-Jordanischen Universität studierte ich Rechnungswesen und ging im Anschluss für ein Jahr nach Dresden, um International Business an der HTW Dresden zu studieren. Beim Spuren e.V. absolvierte ich mein Praktikum und traf Menschen aus verschiedenen Kulturen. Sie sind Ehrenamtliche für ein übergeordnetes Ziel – ihre Vision ist es, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu stoppen. Ich habe eine Menge von ihrem Enthusiasmus, die Botschaft von Spuren e.V. anderen Menschen zu vermitteln, gelernt. more ...

Ebenfalls habe ich an der  internationalen Konferenz für Wirtschaftslehre, Business und finanzielle Herausforderungen in MENA & GCC Ländern* teilgenommen. Zudem habe ich Zertifikate in „Finanzausweise und Komponenten der Bilanzaufstellung“ und „Prognosen und Budgetierung“. Aber ich bin noch lange nicht fertig und plane, weitere Kurse im Bereich des Rechnungswesen zu besuchen, um schließlich den Masterabschluss zu erhalten.
Neben meinem Studium bin ich ein großer Sportfan, habe Fußball sowie Basketball gespielt und war aktiver Leichtathlet und Boxer. Dem Boxen widmete ich einen wesentlichen Teil meines Lebens.
Ich schaue hoffnungsvoll dem Tag entgegen, an dem Rassismus endet und es Frieden in der Welt gibt. Ich versuche bestmöglich und wo ich imstande bin, bei den Menschen in meinem Umfeld rassistische Ideen aus den Köpfen zu bekommen.

*(Anm.: zu den MENA – Middle East & North Africa Ländern zählen der Nahe Osten und Nordafrika, zu den GCC – Gulf Cooperation Council gehören Saudi Arabien, Kuwait, Oman, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE))

Seyedmahmoud Monemian 

15398937_10207211830564606_957961417_oMein Name ist Seyedmahmoud Monemian und ich wurde am 7. Februar 1984 in Teheran, Iran geboren. Ich besuchte in Raazi das Gymnasium und habe 2003 angefangen an der Universität Teheran Forstwissenschaften zu studieren.
Ich habe 2012 an der Georg-August Universität Göttingen mein Masterstudium begonnen und 2016 abgeschlossen.
Ich habe den Spuren e.V. 2016 kennen gelernt und arbeite dort momentan als freiwilliger Mitarbeiter.
Ich möchte gern andere Kulturen kennen lernen und mit anderen Menschen zusammen kommen. Außerdem würde ich gern mein Land und meine Kultur anderen vorstellen.

Belinda Sidabutar10982870_10205728083618167_8411528338623582352_o (2)
Geboren in einer indonesischen Diplomatenfamilie, sammelte ich schon früh viele Erfahrungen mit verschiedenen Kulturen und Menschen. Zeitig wurde mir klar, dass das Leben überall auf der Erde ziemlich gleich ist, mit gewissen Unterschieden, wie Menschen
ihr Leben im Einklang mit der Umwelt und Tradition leben. In Berlin geboren, wuchs ich in Indonesien, Nordkorea, den Philippinen, Griechenland, Vietnam und Kanada auf. Dies half mir zu sehen, dass trotz der geografischen Grenzen und was scheinbar als kulturelle Unterschiede gesehen wird, alles auf eine Sache hinausläuft. Wir sind alle Menschen, die verstanden werden möchten und sich nach Wertschätzung sehnen. Als Christ möchte ich diese Erfahrungen nutzen, Gott zu ehren. Spuren ist ein guter Ort, dies umzusetzen.more ...

Ich habe Einblicke in die Studienrichtungen Musik, Pädagogik sowie Sprachwissenschaften und Architektur bekommen und mein Interesse für jedes einzelne Gebiet möchte ich irgendwann in der Zukunft weiterführen. Ich widme mich jetzt meinem Masterstudium in Architektur an der TU Dresden. Mein Blick ist auf die Durchführung von zukünftigen Projekten zwischen Indonesien und Deutschland gerichtet. Da mein Name eine Kombination aus den Wörtern “Berlin” und “Indonesien” ist, möchte ich in der Zukunft beide Länder einander näher zu bringen.

Diana UhlmannBiopic Diana
Ich bin geborene Dresdnerin, 29 Jahre alt, und habe bis ich Teenager war, direkt in der Stadt gelebt. Anschließend wehte mir frische Landluft um die Nase, bin also weder reines Stadt- noch Landkind. Meinen Geist für die Welt zu öffnen, lernte ich vor allem durch einen halbjährlichen Aufenthalt in den USA während meines Bachelorstudiums im Jahr 2010 und erweiterte damit erheblich meinen Horizont. In meiner Familie gibt es noch viele Rätsel zu unserer Geschichte zu erforschen.

Vorstandsmitglieder

Christian MämeckeFoto Christian
Dass mein Geburtsort einmal zum (nicht ganz) geografischen Mittelpunkts Deutschlands werden würde, war meiner Familie nicht bewusst, als mich meine Mutter 1978 in Mühlhausen in Thüringen das Licht der Welt erblicken ließ.
Durch die Nähe zur innerdeutschen Grenze wuchs ich mit vielen Einflüssen (Westfernsehen und Westpakete) aus zwei verschieden Gesellschaftssystemen auf und darf seit meinem 11. Lebensjahr so viele Überraschungseier kaufen wie ich möchte.
Nach meinem Abitur ging ich zum Zivildienst an eine Förderschule für geistig behinderte Menschen und arbeitete mit mehrfach schwerst-behinderten Kindern.
Nach dieser wichtigen Erfahrung begann ich eine Ausbildung zum Bankkaufmann und arbeitete für ein weiteres Jahr in meinem Beruf.
Seit dem Zivildienst hatte mich die Medizin/Biologie so sehr fasziniert, dass ich mich entschied einen neuen Berufs- und Lebensweg einzuschlagen: ich machte eine Fortbildung zum staatl. geprüften Pharmareferenten und zog nach Dresden. Vom ersten Tag an war ich in diese verwundete Stadt mit ihrer melancholischen Schönheit verliebt.
Seit 2014 bin ich zusammen mit Dr. Jörg Seiler Vorstand des Spuren e.V.

Jörg SeilerJoerg_Seiler
Geschichte lebt, weil Menschen ihre Geschichten erzählen. Da mir Menschen nicht egal sind, habe ich Theologie studiert, und weil mir das, was wir geworden sind, nicht gleichgültig ist, habe ich Geschichte studiert. Auf meinem Berufsweg habe ich viel Prägendes erfahren: Spiritualität, Wissenschaft, Lehren und Unterrichten, Pädagogik, Verwaltung und ein wenig Marketing. Seit meiner Jugend engagiere ich mich in verschiedenen Bereichen für eine Humanisierung unserer Welt (v.a. Friedens- und Eine-Welt-Arbeit).
1966 wurde ich in eine kinderreiche Familie hineingeboren. Weil wir in einer Wohnung des Ludwigsburger Schlosses wohnten (bedingt durch die Stelle meines Vaters als Archivist), waren das Schloß und dessen Gärten unsere Spielplätze—so wurde der Umgang mit der Vergangenheit (und ihren Relikten) sehr alltäglich. Ich glaube, dass geschichtliches Denken hilft, das gesellschaftliche und individuelle Leben besser zu begreifen. Heute arbeite ich als Kirchenhistoriker an der Universität Erfurt.