Mitarbeiter/-innen

Direktor von Spuren e.V. und TRACES (USA)

Um die TRACES Website zu besuchen, klicken Sie auf den rote Link. Dort befinden sich Informationen über unsere amerikanische Partnerorganisation.

Michael Luick-Thrams
michaelLuickThramsAls ein Kind der breiten und offenen Prärie, wuchs ich auf einem Bauernhof in Iowa auf. Dort lebten und arbeiteten die Thramses und Luicks für insgesamt 105 Jahre. Meine Familie lebt seit 1630 in Nordamerika. Sie stammte von den britischen Inseln, den Niederlanden, aus verschiedenen deutschen Regionen und aus Dänemark. Über 400 Jahre lang hatten wir Anteil am “amerikanischen Erlebnis”: an der amerikanischen Revolution und an den Bürgerkriegen, am kalifornischen Goldrausch und an der Migration in den  Westen. Wir erlebten beide Weltkriege und die Bürgerrechtsbewegung, auch schon lange bevor sie zur “Bewegung” wurde, und wir hatten Teil an der kulturellen Revolution der 1960er und 70er Jahre. Wir mussten auch nationale Tragödien verarbeiten, zum Beispiel das Erstarken des Ku Klux Klans in den 1920er Jahren, oder das “Kopf-in-den-Sand-Stecken” der McCarthy-Ära in den 1950er Jahren, oder den kriminellen Krieg der USA gegen den Irak. (Ironischerweise war es die ständige Bereitschaft meines Landes einen Krieg zu führen—insbesondere Jimmy Carter’s wiederaufgegriffener Meldepflicht zum Militärdienst in 1980—welche mich zuerst zum Pazifisten und dann mit 17 Jahren zum Quäker werden ließen.) Es ist ein buntes Erbe, das unsere Familie einerseits bereichert, andererseits aber auch zur Verantwortung ruft, uns für eine bessere Zukunft zu engagieren. Diese einzigartige Erbschaft motiviert zu einem Großteil mein berufliches sowie mein privates Leben, jeden Tag aufs Neue.

Derzeitige Assistenten/-innen

Demetre Chinchaladze
Ich stamme aus Georgien. Michael hat mich zu Spuren gebracht und dazu animiert, an diesem vielversprechenden gemeinnützigen Bildungsprojekt teilzuhaben. Bisher gehörte im Projekt hauptsächlich die Gestaltung der Webseite und das Designen von Flyern und Powerpoint-Präsentationen zu meinen Aufgaben. Mittlerweile bin ich von Spurens Idee überzeugt, dass die Auseinandersetzung mit Geschichte dazu beiträgt, den Austausch zwischen den verschiedenen ethnischen, nationalen, religiösen und sozialen Gruppen zu fördern. Ich arbeite gern mit Michael und den anderen zusammen und bin stolz darauf, eine Teil dieses Projekts zu sein. Ein Projekt, in dem ich mit meinen Fähigkeiten dazu beitragen kann, dass tausende Menschen sich ihrer Vergangenheit bewußt werden und ihren Platz in der Geschichte zu finden. Ist das nicht toll?

Marianne Fritsch
Ich bin Marianne Fritsch, 51 Jahre jung und wohne in Bad Langensalza. Geboren und aufgewachsen bin ich im Eichsfeld und arbeite im Tourismus, da ich gerne mit Menschen unterschiedlichster Coloer zu tun habe. Die Spuren, welche die Vergangenheit in der Welt hinterlässt, haben mich schon immer interessiert. Nun habe ich durch den Verein “Spuren e.V.”, welchem ich seit Januar 2021 angehöre, die Möglichkeit bei der Sammlung zu helfen. Meine Großeltern haben mir als Kind schon von der Schwere dieser Zeit erzählt. Leider leben Sie nicht mehr, aber ich denke, es wäre in Ihrem Sinne, die wichtigen regionalen Erinnerungen für die Nachwelt zu erhalten. Nur so können die nächsten Generationen daraus lernen, wie wichtig Frieden für uns Menschen auch im Einzelnen ist.

Heike Kahnert
Ich bin Thüringerin, aufgewachsen  in Gotha  und wohne jetzt in der Landgemeinde Nottertal-Heilinger Höhen im Unstrut-Hainich-Kreis. Als ausgebildete Sekretärin habe ich schon immer mit vielen unterschiedlichen Menschen gearbeitet. Seit vielen Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich im Verein und Ortschaftsrat meines Wohnortes.

Seit April 2021 arbeite ich bei Spuren in Bad Langensalza. Hier begeistert mich sehr, dass statt der Staatsgeschichte die Sozialgeschichte aus der Sicht von Zeitzeugen und deren Familie aufgearbeitet wird.

Es werden die Erfahrungen und die Folgen nicht nur von deutschen Familien, sondern auch amerikanischen Familien in Schrift, Bildern, Videos  usw. aufgezeigt. Die Geschichten über diese Zeit und wie sie auch auf spätere Generationen nachwirkt, ist sehr interessant. Ich finde es sehr wichtig, dass diese Perspektiven vom Leben, Alltag und den Auswirkungen auch für spätere Generationen erhalten bleiben, damit diese es verstehen und daraus lernen können.

Anja Koeltz
Ich bin ein “Kind” aus Bad Langensalza. Während meiner Ausbildung zur Gästeführer in 2009/2010 befasste ich mich viel näher mit der Geschichte meiner Heimatstadt. Doch eher mit der früheren und der heutigen Geschichte.

Im August 2020 traf ich Michael und Jörg, die mir von “Spuren” erzählten. Ich wusste über diese Zeit, die nun im Haus der Spuren ihren Platz gefunden hat, nicht sehr viel und es war für mich sehr interessant. So begann ich, mich Stück für Stück in den Verein “Spuren e. V.” einzubringen. Durch meine Arbeit erfahre ich, wie es den Menschen damals erging – den Menschen hier in Bad Langensalza. Ich finde es besonders wertvoll, dass wir Leute dazu bewegen können, uns ihre Geschichte zu erzählen und dass sie uns verschiedene Dokumente zur Verfügung stellen. Wir erfahren dadurch so viel mehr ...

unserer Vergangenheit – wir können erarbeiten, wie die Geschichte diese Menschen geprägt hat. Wie wirkt dieser Teil der Geschichte noch heute auf uns? Ich finde es sehr wichtig, diese Sammlung an Dokumenten, Interviews von Zeitzeugen oder deren Kinder, das Leben der Menschen in meiner Heimatstadt für uns und die folgenden Generationen sichtbar zu machen, damit wir alle unsere Schlüsse ziehen können und unser Zusammenleben besser und respektvollen gestalten können.

Das Zusammentreffen von Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Religion, unterschiedlicher Herkunft mit unterschiedlichen Erfahrungen im Haus der Spuren bereichern unser gesellschaftliches Leben.

Steven Lange
Ich bin Historiker, Pflegekraft, Aktivist und Student aus Erfurt, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Ich widme einen Großteil meiner Zeit der Geschichtswissenschaft, da die Auseinandersetzung mit historischen Ereignissen auf mich beruhigend wirkt in der Hinsicht, dass sie die Gesellschaft und Handlungen die unseren Alltag prägen erklärbarer macht.

Es ist nicht einfach alles schon immer so gewesen und “normal“ ist überhaupt nichts. Die Welt in der wir leben wurde von konkreten Menschen in konkreten Situationen durch Entscheidungen und Handlungen so erschaffen. Diese wiederrum waren auch durch die Gesellschaft ihrer Zeit geprägt, welche bestimmte Handlungsweisen begünstigte und andere verhinderten. In dieser Gemengelage entsteht meines Erachtens Geschichte.mehr ...

Das Engagement bei Spuren e.V. bietet mir die Möglichkeit beide Seiten – „die langen Bögen“ die das alltägliche beeinflussen ebenso wie den konkreten Menschen – zu betrachten. Um danach zu fragen: wie könnte es gewesen sein? Wie hätte es sein können und wie könnte es in Zukunft werden?

Maximilian Steinbeck
Vor etwa einem halben Jahr stieß ich auf Feldpostbriefe und die Memoiren meines Ururgroßvaters und befasse mich seitdem mit der eigenen Familiengeschichte. Es war ein großes Glück für mich, kurz darauf auf das Projekt des Spuren e.V. zu stoßen und dann mich auch an dessen Arbeit beteiligen zu dürfen. So kann ich meine eigenen Quellen in einen viel größeren Kontext setzen und wohl sehr viel besser aufarbeiten als ohne die Expertise meiner Kollegen und das fachliche Know-how, das ich hier bekomme. Die Idee historischen Arbeitens, die hier verfolgt wird ist nicht die Geschichte der großen Akteure zu erzählen, sondern die der einfachen Menschen – in ihren ganz privaten Zeugnissen eine andere Geschichte des Krieges zu finden. Mit der Aufarbeitung persönlicher Schicksale von Wenigen, fernab der politischen Bühne beginnt das Eingemachte historisch wissenschaftlichen Arbeitens und ich freue mich dazu beizutragen.

Aktuelle Workaway und fortlaufende Freiwillige

Christina Bergmann
Aufgewachsen im ehemaligen Osten Deutschlands und nun als Geschichtsstudentin, habe ich ein besonderes Interesse an Michaels Projekt und seinem Ansatz das Vergangene zu betrachten. Die Idee unsere eigene Geschichte authentisch zu leben und aufzuarbeiten bedeutet mir im Zusammenhang mit meiner Teilhabe an Spuren insofern viel, als ich eine persönliche Bindung zur Zeit des Nationalsozialismus habe. Schon als Kind erzählten mir meine Großeltern von ihren Erlebnissen und Eindrücken der 1940er Jahre. Älter werdend begann ich all diese Erzählungen zu verarbeiten – die tristen und traumatischen Erfahrungen meiner Oma, die durch die Bombardierung der US-Amerikaner in Schutzbunker flüchten musste und die ausweglosen Berichte meiner Großväter, welche beide im 2. Weltkrieg dienten und wovon einer selbst in sowjetischer Gefangenschaft war. mehr...

Beeinflusst durch die Leidens- und Lebenswege dieser mir sehr wichtigen Personen ist es mir ein ganz persönliches Anliegen, nicht den offiziellen und öffentlich relevanten Personen eine Fläche zu bieten, sondern den „kleinen“ Menschen, welche die Geschichte tatsächlich schreiben – ihr Leid soll nicht vergessen werden. Meine Zukunftsvision ist es, während meiner akademischen Laufbahn, welche das Ziel der Museumsarbeit verfolgt, Menschen ein reformiertes Bewusstsein der Vergangenheit zu geben und ihnen neue Denkansätze zu geben, denn nicht alles ist schwarz und weiß.

Cécile Delaune
Geboren in Rennes in der Bretagne, Frankreich, habe ich vor kurzem meinen Abschluss in Filmwissenschaften in Lyon gemacht. Mein Studium ermöglichte es mir, die Welt des Kinos besser zu verstehen, insbesondere Produktion und Regie.

Bei Workaway habe ich die Möglichkeit, leidenschaftliche Menschen zu treffen. Ich freue mich, dass ich dazu beitragen kann, die Mission des TRACES/Spuren-Projekts voranzutreiben. Ich werde dem Verein helfen, seine Arbeit in Form von kurzen Vidéos zu erklären. Mein Aufenthalt in Bad Langensalza wird auch eine Gelegenheit für mich sein, mehr über die deutsche Kultur zu erfahren.

Ich bin überzeugt, dass die Arbeit des TRACES/Spuren-Projekts wichtig ist, um aus der Vergangenheit zu lernen, um die Gegenwart besser zu gestalten.

Sascha Fritsch
Ich bin im Eichsfeld geboren, einer katholischen Enklave, die sich im Laufe der Geschichte von den umliegenden Regionen unterschied. Ich bin dort in einem Dorf aufgewachsen und habe gelernt, unabhängig zu sein und trotzdem andere Menschen zu schätzen. Deshalb finde ich Spuren so interessant und wichtig, weil der Mensch, seine Geschichte und seine Entwicklung im Laufe der Zeit im Mittelpunkt stehen. Da ich einst eine Ausbildung als professioneller Lackierer gemacht hatte, war es für mich selbstverständlich, die Restaurierung einer alten Vitrine zu übernehmen, die das Haus der Spuren von einem anderen Museum geerbt hatte. Es war mir ein Vergnügen, sie wieder zum Leben zu erwecken, auch wenn Michael und sein Team aus Praktikanten, Mitarbeitern (einschließlich meiner Mutter) und Freiwilligen ihr eine neue Verwendung gaben. Ich würde hier gerne in Zukunft wieder ehrenamtlich arbeiten, und zwar so, dass meine Fähigkeiten und Interessen angesprochen werden. Es macht mir besonders viel Spaß, Menschen mit verschiedenen Hintergründen und Kulturen kennenzulernen, da es meinen eigenen Blick auf die Welt bereichert.

Melissa Grosche
Ich bin 19 Jahre alt und komme aus dem schönen, ländlichen Nordhessen in Deutschland. Die Geschichte unserer Vergangenheit und meiner Heimat hat mich und meine Familie schon lange fasziniert.

Die Möglichkeit, tiefer in die deutsch-amerikanische Geschichte des Zweiten Weltkrieges einzutauchen, bot sich mit einem freiwilligen Praktikum bei Spuren e.V.—und dadurch auch TRACES.
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Ursprünglich war ich jedoch kurz davor ein Auslandsjahr in Kanada nach dem Abitur zu beginnen. Die „Work & Travel“- Reise sollte meinen Horizont erweitern und mich die Natur und Menschen von Kanada kennenlernen lassen. Die Covid-19-Pandemie änderte jedoch zwangsweise meine Pläne. Umso dankbarer bin ich, dass ich, trotz des Lockdowns in Deutschland, Spuren e.V. gemeinnützig unterstützen konnte und in meinen sieben Wochen Aufenthalt viel gelernt habe.

Dies beinhaltet z.B. das Transkribieren eines Zeitzeugen-Interviews, die Hilfe bei der Erstellung von neuen Ausstellungstafeln, aber auch den Umgang mit der Presse bestehend aus Fernsehen, Radio und Zeitung. Am Interessantesten waren jedoch die neuen und fast unbekannten Kapitel der deutsch-amerikanischen Geschichte und die Geschichten von Thüringen am Kriegsende 1945.

Als Jugendliche aus dem ehemaligen deutschen Westen, war meine Zeit in Thüringen sehr beeindruckend und erfahrungsreich und ich habe die Tradition und Gebräuche der ehemaligen Ostdeutschen besser zu verstehen gelernt.

Das Praktikum hat mir auch insofern geholfen, als dass ich in meinem Ziel, Geschichte zu studieren, bestärkt wurde. Denn ich habe gemerkt, dass ich leidenschaftlich gerne in der Vergangenheit recherchiere und mit Menschen über ihre eigene spreche.

Artur Ramos
Ich wurde in Setubal geboren, einer Hafenstadt in der Region Lissabon. Obwohl Lissabon ein großartiger Ort ist, um geboren zu werden, wurde mir in der High School klar, dass ich mehr und weiter erkunden möchte. Ich lernte Englisch und Französisch, um ins Ausland gehen und mit Menschen aus anderen Ländern kommunizieren zu können. Ich nahm an einem Schulprojekt teil, das es mir ermöglichte, nach Straßburg (Frankreich) zu fahren, um mein Land im Europäischen Parlament zu vertreten. Nach meinem Abitur, als ich 18 war, verbrachte ich eineinhalb Monate in Kokkola (Finnland) als europäischer Freiwilliger. Nach dieser tollen Erfahrung habe ich ein Jahr Pause gemacht und einen europäischen Freiwilligendienst in Mulhouse, Frankreich, absolviert. Während meines Gap Years habe ich mich an vielen Universitäten in verschiedenen Ländern beworben. Ich habe mich jedoch in Frankreich verliebt und mich für ein Studium an der Science Po Strasbourg, dem Institut für politische Studien der Universität Straßburg, entschieden. Ich bin dabei, das erste Jahr meines Studiums im Mai 2021 zu beenden.
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Ich hatte eine tolle Erfahrung während meiner Schulzeit im Fach Geschichte und lerne seit Oktober 2020 Deutsch. Als ich also Traces-Spuren gefunden habe, war ich begeistert, ein Praktikum im Verein zu machen und deutsche Kultur in Bad Langensalza zu erleben.

Nicolas Ville
Ich wurde in Frankreich geboren, in einer Region nahe der Grenze zu Deutschland. Ich bin in einer Mischung aus französischer und deutscher Kultur aufgewachsen. Es war üblich, über den Rhein zu fahren, um ins Schwimmbad zu gehen oder bei Lidl einzukaufen. Jetzt, im ersten Jahr meines Studiums, war ich auf der Suche nach einem Auslandspraktikum. Da ich mich für Soziologie interessierte, reizte mich die unorthodoxe Herangehensweise von Spuren in der Geschichte. Nachdem ich durch eine Workaway-Ankündigung von dem Verein erfahren hatte, entschied ich mich, mitzuhelfen. Für mich ist es die Gelegenheit, endlich zu arbeiten und mehr von dem Land zu erkunden, das in meiner Kindheit direkt neben mir lag.

Ehemalige Workaway-Freiwillige

Anna Hermouet
Geboren in Frankreich, in der Pariser Region, habe ich mich vor drei Jahren in den Südwesten verliebt. Zum Glück, denn ich studiere jetzt an Sciences Po Bordeaux und der Universität Bordeaux, wo ich ein Doppelstudium in Politikwissenschaften und Moderner Literatur verfolge.

Mein Interesse an der Zeitgeschichte wurde in der Schule geweckt. Ich habe am Studienwettbewerb zum Widerstand und zur Deportation (ein historisches Projekt über den Zweiten Weltkrieg) teilgenommen, und eine Option gewählt, die es mir ermöglichte, Kurse über deutsche Kriegserinnerungen und deutsche Nachkriegspolitik zu belegen. Danach entschied ich mich für ein Studium an Sciences Po Bordeaux, wo ich meine Abschlussarbeit im dritten Jahr über die Erinnerungen an Auschwitz und Hiroshima und deren Einfluss auf die deutsche und japanische Nachkriegsliteratur schrieb. Ich interessiere mich für das Erbe der Vergangenheit auf zeitgenössische Gesellschaften und glaube an die Bedeutung von Werken und Geschichten, durch die man der Geschichte Gesichter und Namen geben kann.
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Letztes Jahr bekam ich die Chance, für ein Jahr einen Austausch in Tokio, Japan, zu machen. Das weckte in mir den Wunsch, zu reisen und neue Erfahrungen im Ausland zu machen. Das sozialgeschichtliche Projekt Traces/Spuren e.v. stellt somit eine Möglichkeit dar, in die deutsche Kultur und Sprache einzutauchen, mehr über die deutsche und amerikanische Geschichte zu lernen, und die schöne Region Bad Langensalza zu entdecken.

Alison Jackson
Ich bin in den Vororten von Gaithersburg, Maryland, aufgewachsen, die nur 40 Autominuten von Washington D.C. entfernt sind. So nah an einer Großstadt konnte ich die Vorzüge des Stadtlebens genießen, aber auch die Ruhe und den Komfort der Vororte. So besuchte ich zum Beispiel häufig die bemerkenswerten Smithsonian-Museen in D.C. Als jemand, der stolz darauf ist, in Maryland aufgewachsen zu sein, entschied ich mich, auch das College hier zu besuchen und schloss vor kurzem mit einem BS in Psychologie an der University of Maryland, College Park, ab. Während meines Studiums habe ich mich sehr für kulturellen Austausch, Forschung und Geschichte interessiert. Ich konnte einen kurzen Auslandsaufenthalt in Alicante, Spanien, absolvieren. Das Leben in Spanien hat mich gelehrt, wie wichtig es ist, Beziehungen zu anderen Gemeinschaften aufzubauen und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede unserer Kulturen anzunehmen. Aufgrund der Pandemie wurde mein Programm abgesagt, aber ich habe den Wunsch, noch einmal in eine neue Kultur einzutauchen. Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, in Bad Langensalza zu bleiben und die deutsche Kultur aus erster Hand zu erleben.
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Ich habe das Ziel, in absehbarer Zeit eine Karriere im Gesundheitswesen zu machen. Bevor ich mich weiterbilde, um ein Gesundheitsdienstleister zu werden, habe ich durch die Untersuchung meiner Mentoren festgestellt, dass die besten Gesundheitsdienstleister darin geübt sind, mit Menschen verschiedener Hintergründe und Kulturen zu kommunizieren. Während ich mich auf dieses nächste Kapitel meines Lebens vorbereite, möchte ich Zeit in die Arbeit mit einem multikulturellen Team investieren, um meine zwischenmenschlichen Fähigkeiten zu verbessern und mich auf die Interaktion mit Patienten aus allen Gesellschaftsschichten vorzubereiten.

Mein übergeordnetes Ziel im Leben ist es, einen positiven Einfluss auf die Welt zu haben, was mich motiviert hat, für TRACES zu arbeiten. Ich bin stolz darauf, für TRACES zu arbeiten, da die Organisation hart daran arbeitet, eine bessere Zukunft zu gewährleisten, indem sie dramatische historische Ereignisse erforscht und sicherstellt, dass keine Stimme ungehört bleibt.

Vered Keasar
Ich komme aus Jerusalem, Israel. Ich habe einen BA in arabischer Sprache und Literatur, und ich studiere für einen MA in öffentlicher Gesundheit. Ich engagiere mich leidenschaftlich für den Kampf gegen die Besatzung Palästinas und gegen die Gewalt und die Separationspolitik, die damit einhergehen. Ich glaube, dass wir, um eine bessere Zukunft zu erreichen, die Geschichte und ihre Auswirkungen auf das Leben der einzelnen Menschen anerkennen müssen. Das ist es, was mich an dem Projekt Spuren interessiert – ich möchte Strategien für den Umgang mit der Vergangenheit kennenlernen, als Teil der Suche nach Wegen für ein gerechtes und respektvolles Zusammenleben.

Die nicht allzu fernen Wurzeln meiner Familie liegen in Deutschland, Rumänien und Polen, und unsere Geschichte ist mit den Ereignissen des Holocausts, des Zweiten Weltkriegs und der Ankunft des Kommunismus verbunden. Das macht die Arbeit von Spuren für mich besonders interessant.

Sonja König
Aufgewachsen bin ich mit meinen beiden älteren Geschwistern und meinen Eltern in einer Kleinstadt im Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg. Da meine Eltern ursprünglich aus Bremen und Bonn kamen bin ich nicht nur mit dem Schwäbischen verwurzelt, sondern auch mit meiner Verwandtschaft in Bonn, Bremen, Hamburg und München. So konnte ich schon viele Teile von Deutschland erkunden und kennenlernen. Doch als ich nach meinem Abitur (2020) dann im Mai 2021 hier nach Bad Langensalza kam, war diese Gegend noch ein weißer Fleck auf meiner Landkarte. Von der schönen Stadtkulisse und dem freundlichen Team von Michael und Jörg war ich sofort begeistert.

Schon immer interessierte ich mich für Geschichte. Gerne hörte ich meinen Großeltern zu, wenn sie von vergangenen Zeiten erzählten. Vor allem die Erlebnisse vom zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit fesselten mich besonders. Auch durch den Geschichtsunterricht in der Schule und viele Museumsbesuche mit meiner Familie weckten mein Interesse.
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Auch wenn ich nur zehn Tage im Haus der Spuren gearbeitet habe, konnte ich viel Neues über die Nachkriegszeit, ins besondere über Kriegsgefangene in Deutschland und den USA lernen. Für diese Bereicherung bin ich sehr dankbar und wünsche allen folgenden Praktikanten alles Gute und eine schöne Zeit.

Susanne Lambert
Ich komme ursprünglich aus Leicestershire in Großbritannien und war bis Dezember 2020 in Bristol im Südwesten ansässig, als ich nach Deutschland zog. Bevor ich das Vereinigte Königreich verließ, arbeitete ich die letzten 10 Jahre für eine nationale britische Wohltätigkeitsorganisation (chiva.org.uk). Ich wollte einige meiner Fähigkeiten in einem neuen Kontext nutzen, da ich ein neues Leben in Deutschland begann. Also suchte ich nach einer ehrenamtlichen Möglichkeit und stieß auf dieses sozialhistorische Projekt. Ich interessiere mich sehr für menschliche Lebenserfahrungen und persönliche Geschichten, so dass mich sowohl der Ansatz als auch die detaillierte Arbeit dieses Projekts sehr ansprachen. Ich habe viel über die Erfahrungen von Deutschen und Amerikanern gelernt, die durch den Zweiten Weltkrieg mit dieser Gegend verbunden waren, und wie sich diese Erfahrungen auf die Individuen, ihre Familien und Gemeinden auswirkten, sowie auf die späteren Generationen, ihre Ideen, Ansichten und Politik. Es hat mir ein Gefühl von dem Ort gegeben, indem ich in der Lage war, ein wenig mehr über die komplizierte Geschichte zu verstehen, und was wir als Individuen und als Gesellschaft heute daraus lernen können.

Phil Noble
Ich wurde in São Luís, Maranhão, Brasilien, geboren. Ich wuchs in einer multikulturellen Familie im ländlichen Suffolk, England, auf. Meine Erziehung gab mir einen offenen Geist für die Welt und einen Eifer, über andere Menschen zu lernen. Zurzeit studiere ich Geographie an der Universität von Manchester. Mit Workaway hatte ich die Möglichkeit, bei dem Projekt TRACES/Spuren zu helfen. Meine Arbeit bestand darin, beim Aufbau des neuen Museums in Bad Langensalza zu helfen. Die Arbeit hier hat mir die komplexe Abfolge von Ereignissen deutlich gemacht, die nicht nur Thüringen, sondern ganz Deutschland zu dem Land geformt haben, das wir heute sehen. Die Arbeit an dem Projekt “9 Monate, 3 Systeme, Millionen von Schicksalen” hat mir viel Spaß gemacht. Es konzentriert sich auf die Sozialgeschichte und die Menschheitsgeschichte. Für mich zeigt das Projekt, welche Konsequenzen unsere individuellen Gedanken und Reaktionen auf die Menschen um uns herumhaben und dass wir alle für die Sicherheit unserer Zukunft verantwortlich sind. Durch dieses Projekt habe ich eine vielfältige, freundliche und leidenschaftliche Gruppe von Menschen kennengelernt, die eine wichtige Geschichte zu erzählen und zu bewahren haben.

Drew Winkelmaier
Geboren und aufgewachsen bin ich in Reno, Nevada. Ich verbrachte meine Zeit dort damit, Baseball zu spielen, zur Schule zu gehen und mit meinen Freunden draußen zu spielen. Den größten Teil meines jungen Lebens habe ich auf einem Baseballfeld verbracht. Schließlich wurde mir die Möglichkeit geboten, College-Baseball in Idaho zu spielen. So sehr ich auch ein professioneller Baseballspieler werden wollte, das Leben hatte andere Pläne. Ich fand mich in Reno wieder, wo ich zur Universität ging und einen Abschluss in Journalismus machte. Ich habe mich auf Multimedia-Journalismus spezialisiert. Ich kann Podcasts erstellen, Fotos schießen und Videos produzieren. Ich mag Politik und die üblichen Dinge, über die ein Journalist schreiben würde, aber ich fühle mich mehr zu Geschichten über Menschen hingezogen, wie sie die Welt sehen und welche Kämpfe sie durchgemacht haben, um so zu werden, wie sie sind. Wirklich, ich bin fasziniert von der conditio humana und den Spuren, die sie bei jedem von uns hinterlässt, die uns letztendlich zu dem machen, was wir sind.
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Heute erfreue ich mich an den einfachen Dingen: Familie, Freunde und das Essen, das uns alle zusammenbringt. Ich liebe es, zu reisen und in neue Kulturen einzutauchen. Ich bin besessen davon, neue Lebensmittel zu probieren, auf die ich nie gekommen wäre. Ich bin immer aufgeregt, an den nächsten Ort zu reisen und kann es kaum erwarten, zu sehen, was Deutschland zu bieten hat.

Ehemalige Partner/-innen

Moreena B.(altes, unscharfes Foto benutzt)
MoneeraIch komme aus Syrien im Nahen Osten. Mein Vater war Ingenieur, meine Mutter Lehrerin. Mit meinem Mann zusammen habe ich drei Kinder. Aufgewachsen bin ich in Aleppo, wo ich eine glückliche Kindheit verbringen durfte. Nach dem Abitur studierte ich Maschinenbau und habe mit einem Master abgeschlossen. 2010 begann mein Promotionsstudium. Während dieser Zeit engagierte ich mich in einem Verein (Alaadiat), der sich für den Erhalt von Kulturgütern und für kulturelle Verständigung einsetzte.
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Mir wurde klar, dass wir zwei Heimaten haben: das nähere Umfeld und den kulturellen Raum, innerhalb dessen wir aufwachsen. Wenn Zivilisation bedroht ist, dann meistens dadurch, dass herrschende Personen und dominante Gesellschaftskreise egoistischen Interessen verhaftet sind. Ich bin Muslimin und als solche respektiere ich, wie alle wahre Muslime in meiner Heimat, unseren jeweiligen Staat. In ihm leben wir zusammen als Nachbarn, Kollegen oder Freunde. In der Bezeichnung “Muslim” steckt ja die Wurzel salan = Frieden. Muslime sind deshalb aufgerufen, friedfertige Personen zu sein. Im Jahr 2011 gab es in meiner Heimat Demonstrationen für Demokratie und Frieden. Die Situation eskalierte und nun erleben wir einen fürchterlichen Krieg. Wie alle syrischen Menschen bin auch ich darüber zur Zeit äusserst traurig. Meine Botschaft ist: Setzen wir uns ein, dass die Politik Frieden schafft und nicht Kriege!

Catherine Charles
Catherine Charles-HenrichIch kam in Malaysia als Kind einer zehnköpfigen Familie zur Welt. Ich bin die Jüngste von sechs Schwestern und zwei Brüdern. Meine Eltern—überzeugte Katholiken—kommen ursprünglich aus Kerala in Indien und schickten mich in Malaysia auf ein irisches Gymnasium. Nach meiner Ausbildung zur Sekretärin verließ ich mit 18 Jahren Malaysia, um die Welt und ihre Geheimnisse zu entdecken. mehr...

Ich wohnte und arbeitete in Brunei, Singapore, Borneo und Deutschland. Bis ich auf Borneo meinen Mann traf und wir ohne große Bürokratie in Las Vegas, USA, heirateten.  Heute leben wir in Dresden und haben zwei Töchter. Meine letzten Arbeitserfahrungen sammelte ich als Sekretärin des Direktors der ambulanten Klinik von Dresdens Technischer Universität (Institut für Psychologie). Während dieser Zeit fühlte ich mich sehr dem Buddhismus verbunden, weil ich unbewusst schon nach dessen Philosophie lebte. Seit ich 2007 nach Dresden kam, engagiere ich mich in der Sozialarbeit, z. B. in der Dresden International School und im Dresdner Rotary Club. Ich sehe es als meine Passion an, eine Bereicherung für die Gemeinschaft zu sein—auf jede erdenkliche Art.

Sagy Cohen
sagyCohen_200Geboren wurde ich an einem Samstagvormittag im Frühling, in eine säkular geprägte Familie. Mein dunkelhäutiger Vater hat jemenitische Wurzeln, meine Mutter ist Tochter einer ungarischen Auschwitz-Überlebenden. Das war in den späten 70er Jahren im noch jungen Staat Israel. Diese Herkunft machte mich zur 3. Generation nach der Shoah. Ich habe die Schule absolviert, Militärdienst geleistet, war durch Europa und durch Nord- und Mittelamerika gereist und hatte sechs Semester studiert, als mir klar wurde, dass ich lange genug den ausgetretenen Pfaden anderer Menschen gefolgt war. Ich packte meine Sachen und zog nach Deutschland, woher meine Frau kommt, um. Hier wurde ich herausgefordert, mich und mein Leben neu zu (er-)finden. In den vergangenen sieben Jahren hat mich dieser Hintergrund—mehr als alles andere—dazu geführt, ein Leben in Verantwortung und Selbst-Bewusstsein zu wählen. Es ging und geht mir darum, eine Brücke zwischen Kulturen und Religionen, zwischen Sprachen und Gebräuchen zu bauen.

Thaer Issa
TI 2Ich bin 1984 in Jerusalem geboren und in Bethlehem aufgewachsen. An der Al Quds Universität in Jerusalem habe ich Rechtswissenschaften studiert und dies nach dem Referendariat mit dem zweiten juristischen Staatsexamen abgeschlossen. Nach dem Studium arbeitete Ich als Rechtsanwalt bei der Anwaltskanzlei „Schahadeh Law Office“ und bei “Insan Center for Democracy and Human Rights“ in Palästina. Ebenfalls habe ich als Projektmanager für renommierte Nichtregierungsorganisation darunter “Oxfam Belgien” gearbeitet. Im Jahre 2010 migrierte ich nach Deutschland, zunächst in Berlin. Zwischen 2014 und 2016 begann ich ein Masterstudium an der Universität Potsdam, welche ich mit der Grad „Magister der Rechte LL.M„ absolviert habe.mehr...

Heute arbeite ich als Regionalleiter bei der gemeinnützigen Organisation, die Soziale Dienste und Jugendhilfe in Erfurt. Ich wurde  auf  die Arbeit  von Spuren. e.V durch Michael Luick-Thrams aufmerksam gemacht. Dabei engagiere ich mich, weil auf der einen Seite Konflikte und Migration das Lebenslauf mich und meiner Familie geprägt hat. Auf der anderen Seite, kann ich Konflikte sowie deren Entstehung auf andern Blickwinkel wahrnehmen.

Kevin Manygoats
Ich wurde in Gallup, New Mexico als einer von sieben Jungen geboren. Bis zu meinem 14. Lebensjahr lebte ich im Navajo Reservat, ging im Bundesstaat Arizona in den Kindergarten und in die Grundschule. Danach besuchte ich die Winslow High School. Das war auch das erste Mal, dass ich mich für eine längere Zeit ausserhalb des Reservats aufhielt und nun die reale amerikanische Kultur erlebte, so, wie ich sie bisher aus dem Fernsehen gar nicht kannte. Ich war ein Teenager, der jedoch in zwei Welten lebte. An der Universität habe ich Chemie studiert und auch gearbeitet, bis ich 2003 nach Dresden in Deutschland umgezogen bin. Hier habe ich eine Familie gegründet und arbeitete weiter in der Wissenschaft.

Greg Mock
bio pictureIch bin in der Gegend von Philadelphia, im Nordosten Amerikas geboren und aufgewachsen. Meine Mitwirkung in vielen kirchlichen und sportlichen Organisationen half mir, fokussiert zu bleiben und nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Dank meiner athletischen Fähigkeiten bekam ich ein Leichtathletik-Stipendium an der Lock Haven University, wo ich später meinen Bachelor in International Studies abschloss. Während meines Studiums kam ich mit vielen Austauschstudenten aus der ganzen Welt in Kontakt. Seitdem hat sich mein Horizont stetig erweitert. Durch Freundschaften mit internationalen Studenten bot sich mit die Chance, zu reisen und in Deutschland und Frankreich zu arbeiten, wo ich meine deutsche Ehefrau, Johanna, kennen lernte. Die Arbeit für eine christliche Organisation mit Schwerpunkt Jugend und Familie in Dresden war eine große Herausforderung. Anfangs konnte ich die Sprache nicht; ich hatte eine andere Hautfarbe und kam aus einer anderen Kultur. In Dresden machte ich viele gute, aber auch traumatische Erfahrungen. In den schweren Zeiten musste ich ganz auf Christus vertrauen. In meiner Freizeit lese ich gerne in meiner Bibel, lerne andere Sprachen, tanze, trainiere und biete meine Hilfe denen an, die sie brauchen können. Ich freue mich auf die Arbeit bei Spuren e.V., weil die Mitglieder versuchen, Menschen zusammen zu bringen und durch das Lernen übereinander Frieden zu schaffen.

Andrea Skerhut
Mein Motto: Der Kopf ist rund, damit dasSkerhutBild Denken seine Richtung ändern kann (Francis Picabia) Als Kind drehte ich mit meinen Eltern eine kleine „Deutschland-Runde“, denn ich wurde in Nordrheinwestfalen geboren, besuchte den Kindergarten in Niedersachsen und verbrachte Schule und Studium der Rechtswissenschaften im lebendigen Rheinland. Auf meinem Beruflichen Rundweg lernte ich viel über Recht und Gerechtigkeit einerseits und Bedürfnisse und Interessen andererseits. Deshalb rundete ich meine Erkenntnisse ab mit der Ausbildung zur Mediatorin (FH) und Supervisorin (SHB). Meine Rundreise führte mich 1994 nach Thüringen. Beruflich beheimatet bin ich als Vorsitzende des Thüringer Arbeitskreis Mediation e.V., selbständig tätige Mediatorin und Supervisorin und Dozentin/Kursleiterin für den Mediationsstudiengang der Fachhochschule Erfurt. AIKIDO, eine japanische, ausschließlich defensive Kampfkunst ist, rundheraus gesagt, meine Leidenschaft, denn fließende kreis- und spiralförmige Bewegungen führen zu überraschender Richtungsänderung. Das Leben, wie der Kopf, ist rund und ich begleite Menschen mit Humor und viel Freude darin, dem Denken eine andere Richtung zu geben.

Ehemalige Praktikant/-innen und Freiwillige

Haneen Al Nabar
„Sehnsucht nach dem Tag” scheint ziemlich tiefgründig, doch es ist in der Tat nur mein Vorname, wenn man ihn aus dem Arabischen ins Deutsche übersetzt. Was mich daher an einem Studium der Übersetzung interessiert hat, ist genau das: Wie kann etwas so einfaches wie ein Name in einer anderen Sprache so viel bedeuten – und das ist es, was mich zum Spuren e.V. (TRACES) gebracht hat.  Ich wollte schon immer mit Menschen zusammenarbeiten, die daran interessiert sind, wie diese Welt begann – mit Menschen, die keine Angst davor haben, darüber zu sprechen, wie die Welt zu der geworden ist, die sie heute ist. Michael ist einer der einflussreichsten Menschen, die ich getroffen habe, weil seine Arbeit auch sein Leben ist; er lebt einfach und das macht es leicht, mit ihm zu sein .  Ich hoffe, dass ich das, was ich bei der Zusammenarbeit gelernt habe, umsetzen kann und über alles zu sprechen, was uns Araber zu dem gemacht haben, was wir sind: eine gastfreundliche und doch außergewöhnliche Nation, mehr...

die zwar durch Grenzen geteilt, aber durch Sprache vereint ist. Ich wurde in der Hauptstadt des Haschemitischen Königreichs Jordanien in eine Familie geboren, die ihrem Land  und ihrer Religion treu ist. Ich war nie gegen das, woran sie glauben, ich wollte nur mehr wissen. Ich war ein Kind, das Ameisen ansah und sich fragte, was sie dachten. Mein Vater konnte in Arkansas in den USA studieren: Er wusste also, wie wichtig es ist verschiedene Kulturen kennenzulernen, um dankbar für das zu sein, was wir  haben. Ich bin meinen Eltern, meiner Religion, dieser Praktikumsmöglichkeit und allem, was dazu geführt hat, mich zu dem zu machen, was ich heute bin, dankbar.

Raafat Beirat
cv photoEs war der 25. November 1993 – Thanksgiving – als ich geboren wurde. Ich kam in Florida, in den U.S.A. zur Welt und erlebte hier die ersten Jahre meiner Kindheit. Als ich sieben Jahre alt war, zogen meine Familie und ich nach Jordanien, wo ich dann aufwuchs und meine Schule beendete. Danach war ich an der Deutsch-Jordanischen Universität in Management eingeschrieben. Im Moment absolviere ich mein Auslandsstudiensemester an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden im Studiengang International Business. Es war schon immer mein Traum, mich für die Welt einzusetzen und etwas zu bewirken für eine bessere Zukunft. Mein Leben richtet sich danach, diesen Traum immer am Leben zu halten. Ich liebe es zu reisen, verschiedene Kulturen und Traditionen zu erleben und Menschen zu treffen. Ich bin ein technologischer Enthusiast, ein Liebhaber des Motorsports und habe eine große Leidenschaft für das Reisen.

Jeremy Bird
jeremy birdMein Name ist Jeremy Bird und ichkomme aus Südwest Ontario in Kanada. Meine Großeltern mütterlicherseits waren Deutsche Siedler aus einer Gegend im heutigen Ungarn.  Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie zu Vertriebenen und gelangten in die Bundesrepublik Deutschland. Von dort wanderten sie nach Kanada aus.  Meine Mutter heiratete einen englischen Kanadier. So ergab sich meine englisch-deutsche Abstammung. Ich habe schon als Kind und Jugendlicher bei vielen gemeinnützigen Projekten und Initiativen mitgearbeitet. Während und nach dem Studium hat sich das weiter intensiviert. So habe ich über mehrere Jahre Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen in Heimen betreut. Mit ihnen wurde dort Basis-Wissen über soziales Verhalten, Lebebsführung, Sauberkeit und Hyghiene, usw trainiert.  mehr...

Gleichzeitig habe ich ehrenamtlich bei den verschiedensten Organisation mitgearbeitet und Leitungsfunktionen unternommen.  Zum Beispiel habe ich die Musik Direktion für das Studentenradio an meiner Uni geleitet. Ich habe bei Umweltschutz Programmen mitgearbeitet wo es um Aufforstung und Sanierung von Böden ging. Ich war Mitbegründer einer Fahhrradpromotionsgruppe die sich dafür eingesetzt hat, die Stadt mit sicheren und flächendeckenden Fahrradwegen auszustatten. Von klein auf habe ich mit Menschen aus der ganzen Welt zusammen gelernt, studiert und gearbeitet. Wir haben gemeinsame Feste gefeiert, unsere verschiedenen Küchen kennen und lieben gelernt, und unsere jeweiligen Kulturen genossen. In 2006/7 entschied ich mich für ein Austauschjahr in Deutschland, um meine Herkunftskultur besser kennenzulernen. Danach bin ich nach Kanada zurückgekehrt, mit dem Vorhaben weiterhin meine Deutschkenntnisse zu verbessern. Dort habe ich meine jetzige Frau kennengelernt. Zusammen sind wir nach Deutschland umgezogen. Zur Zeit bin ich damit beschäftigt, mich in Deutschland voll zu integrieren. Ich freue mich darauf, meine diesbezüglichen Kentnisse an andere Neuankömmlinge weitergeben zu können. In dieser Hinsicht kann ich auf die extensiven und erfolgreichen Kanadischen Inegrationsmodelle zurückgreifen.

Ulrike Bürgel
Die deutsch-deutsche Geschichte hat in meiner UlrikeFamilienbiografie Spuren von Flucht und Migration hinterlassen: Ich wurde in den 1980er Jahren in der DDR geboren. Meine ersten Lebensjahre verbrachte ich mit meiner Mutter und meiner Oma in Eisenach. Von einem Besuch bei der Westverwandtschaft kehrte meine Mutter eines Tages nicht mehr zurück. Das war nicht ganz ohne Risiko für sie, meine Oma und mich. Denn sie wurde damit zu einem Republikflüchtling und meine Oma, damals schon Rentnerin, bekam durchaus Besuch von Stasi-Mitarbeiter*innen. Diese baten sie, ihre Tochter zur Rückkehr zu bewegen. Ihr würde dann auch nichts geschehen. Nun, das war nicht zu glauben.mehr...

Jede*r wusste, was passieren kann, wenn Republikflüchtlinge zurückkehrten. Meine Mutter erfuhr vor ihrer Flucht, dass die DDR an behinderten Kindern wie mich nicht interessiert war und mich deshalb kaum in ein Heim einweisen würde, um aus mir eine ‚sozialistische Persönlichkeit’ zu machen. Mein biologischer Vater fiel ebenso aus. Ich wohnte ungefähr ein halbes Jahr bei meiner Oma bis der Familienzusammenführung zugestimmt wurde. Vom Bahnhof Friedrichstraße holte uns dann mein (Stief-)Papa ab. Der Bahnhof gehörte damals zum Osten Berlins, sodass ich meine Mutter erst wiedersah, als wir in meinem neuen Zuhause ankamen. Das war im Januar oder Februar 1989. Ein paar Monate später fiel die Mauer. Bis ich zwanzig war, wuchs ich in Berlin auf. Danach zog ich für ein Jahr in die Niederlande, studierte erst in Chemnitz, dann in Berlin und leb(t)e in Dresden. (Innereuropäische) Migration ist -zumindest für einen Teil unserer Gesellschaft- selbstverständlich geworden und sie ist ein Geschenk, das wir achten sollten.

Issa Dabain
12308462_10208182341625124_7437423745387773515_n (2)In der “Mosaik-Stadt“ Madaba in Jordanien wurde ich als Christ  am 2. November 1993 geboren und bin der älteste von drei Geschwistern, einem Bruder und einer Schwester. Ich wuchs unter der Obhut meines Vaters, einem ehemaligen Oberstleutnant der Militärstrafverfolgungsbehörde der Jordanischen Armee und jetzigem Verwaltungsbeamten an der De La Salle Frere Universität in Amman in Jordanien, und meiner Mutter, einer Gymnasiallehrerin auf. Gelernt habe ich an der Römisch-Orthodoxen Schule in Madaba und habe meinen Abschluss mit Auszeichnung abgeschlossen. Danach habe ich 2011 mit dem Studium in Internationalem Rechnungswesen an der Deutsch-Jordanischen Universität (GJU) in Amman begonnen. mehr...

Schließlich immatrikulierte ich mich im Rahmen eines einjährigen Pflichtauslandsprogramms an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden), dass unter anderem auch ein Praktikum bei Spuren e.V. beinhaltet. Dort habe ich sehr viel gelernt. Ebenso durchlief ich ein Praktikum im Bereich Rechnungswesen und Finanzen bei der Fluggesellschaft Royal Jordanian Airlines. Da erhielt ich zahlreiche Zertifikate, beispielsweise für die Einführung in SAP. Meine weiteren Ziele hier in Deutschland sind, meine Fähigkeiten durch ein Masterstudium zu erweitern und das CPA Zertifikat “Certified Public Accountant” („Zertifizierter Buchhalter“) zu erhalten. Meine Hobbies sind Martial Arts und Bodybuilding. Besonders macht mir auch Grafikdesign Spaß.

Issam Dabbas
issamIch wurde in Amman, der Hauptstadt von Jordanien, geboren. Jordanien ist das sicherste Land im Mittleren Osten. Ich bin der Aelteste von zwei Brudern und einer Schwester. Mein Vater war bis 2008 ein Oberst beim jordanischen Zoll, danach Kommissar für Zoll und Umsatz in der jordanischen Regierung. Meine Mutter ist aus Palestina. Mein Grossvaeter vaeterlicherseits war Gruender der Al-Salt Wohltaetigkeitsorganisation (Anm.: Al-Salt ist eine Stadt in Jordanien), mein anderer muetterlicherseits ein Oberst in der palestinischen Armee. Beide sind inzwischen tot – moegen ihre Seelen in Frieden ruhen. Ich ging am Terra-Santa College in Amman zur Schule und machte mit 18 Jahren meinen Abschluss. Ich studiere International Business an der Deutsch-Jordanischen Universitaet in Amman, Jordanien. Zur Zeit bin ich fuer ein Auslandsstudiensemester an der Hochschule fuer Technik und Wirtschaft Dresden eingeschrieben und mache gerade fuer 20 Wochen ein Praktikum beim Spuren e.V. Hier arbeite ich mit wundervollen Menschen zusammen.

Michael Geusen
Ich bin geboren und aufgewachsen in Aachen, der westlichsten Stadt Deutschlands. Innerhalb von 10 Minuten auf dem Fahrrad war ich sowohl in Belgien, als auch in den Niederlanden. Auch ansonsten war ich seit Beginn meines Lebens mit Interkulturalität konfrontiert. Die Straßen Aachens wimmeln unteranderem dank der RWTH Aachen und der Nähe zum Ruhrgebiet von den verschiedensten Nationalitäten.

Nach dem Abitur entschloss ich mich, für ein halbes Jahr nach Namibia zu gehen und dort Freiwilligendienst zu leisten. Diese Erfahrung war es, die mein Leben am Nachhaltigsten verändert hat. Seitdem war ich mehrmals in verschiedenen Teilen Afrikas und engagiere mich unter anderem für die Organisation Milandila e.V., die in Uganda versucht, marginalisierten Menschen besseren Zugang zu Bildung zu ermöglichen.mehr...

Aktuell studiere ich Grundschullehramt und Amerikanistik an der Universität Erfurt, möchte mich aber langfristig umorientieren Richtung Coaching und Erwachsenenbildung.

Ich habe mein Leben dem Helfen anderer verschrieben und liebe es, andere zum Nachdenken anzuregen und sie zu inspirieren, über sich hinaus zu wachsen.

Kamul “Sohan” Hasan
Ich komme aus Südasien und bin in dem dicht besiedelten Land Bangladesch geboren. Seit meiner Kindheit wollte ich Journalist werden und erwarb später einen Bachelor- und Master-Abschluss in Massenkommunikation und Journalismus an der Universität von Dhaka. Nach meinem Abschluss ging ich als Reporter zu Desh Television Limited und arbeitete dann als Nachrichtenredakteur bei www.ajsarabela.com. Aber ich war mit meiner Arbeit aufgrund des enormen und starken politischen Drucks, der Einschränkungen, des Missmanagements und der Korruption im Massenmediensektor sowie in anderen Bereichen nicht zufrieden. Also bin ich nach Deutschland gekommen, um einen internationalen Abschluss zu machen. Derzeit absolviere ein Masterstudium in Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau. Mit dem höheren Abschluss möchte ich im Bereich Menschenrechte arbeiten. Ich bin sehr froh, bei TRACES als Freiwilliger zu sein. Durch meine Zeit bei TRACES kann ich mir die Erlebnisse meiner Vorfahren vergegenwärtigen und ihre Relevanz für die Bedeutung der Geschichte der Menschheit verstehen.

Sandro Kakhetelidze
Ich wurde in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens geboren. Seit meiner Kindheit wollte ich Schauspieler werden und hier bin ich nun: Student an der Fakultät für Schauspiel der staatlichen Ilia-Universität. Schauspieler müssen multi-funktional sein, sie tun all die Dinge, die wir um uns herum wahrnehmen. Wir sehen Schauspieler im Fernsehen, im Theater, im Kino oder auf Werbebanner und wir hören ihre Stimmen im Radio, in Videospielen oder in Animationen. Genau dies ist mein derzeitiger Job. Ich bin Synchronsprecher und Voice Direktor. Am Anfang war das nur ein Hobby, aber mit der Zeit wurde es zu meinem Beruf. Mein Traum ist es, ein Stipendium zu bekommen, sodass ich mein Studium in London (England) fortsetzen kann und ein professioneller Schauspieler werde. In der Zwischenzeit unterstütze ich die Arbeit von TRACESpuren und helfe Michael dabei, seine in Form von Power Point Präsentationen festgehaltenen Erzählungen aufzuschreiben und die feinen Details mit Leben zu erfüllen. Diesen Prozess mitzugestalten, macht Spaß, ist aufregend und interessant. Es freut mich sehr, dass Tausende unsere Arbeit sehen bzw. hören werden. Auf diesem Wege erweckt unsere Arbeit tatsächlich “Geschichte zum Leben”.

Carolin Kirchner
carolinIch wurde in den tumultuösen letzten Tagen der DDR Diktatur in Erfurt geboren, wo ich die ersten 18 Jahre meines Lebens verbrachte. Nach dem Abschluss meines Magisterstudiums in Filmwissenschaft, Mittlere und Neuere Geschichte und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz konnte ich mit einem Fulbright Stipendium einen zweiten Master in Cinema Studies an der San Francisco State University erfolgreich beenden. Die letzten fünf Jahre habe ich in Los Angeles gelebt und studiert. Im Juni 2018 werde ich das Promotionsverfahren zum Dr. phil in Cinema and Media Studies an der University of California, Los Angeles (UCLA) abschließen. Dank eines Dissertationsstipendiums der UCLA lebe ich derzeit mit meinem amerikanischen Ehemann A.J. wieder in Erfurt. mehr...

Meine Eltern, Großeltern und mein Bruder sind alle in Erfurt geboren und haben ihr gesamtes Leben hier verbracht. Meine Urgroßeltern waren auch Erfurter – und wenn ich mich schon mit meinem Stammbaum beschäftigt hätte, wüsste ich wie viele Generationen meiner Familie hier ansässig waren. Dementsprechend bin ich die einzige Person in meiner Familie, die Erfurt verlassen hat –auch wenn ich nicht ausschließen kann, das ich nicht wieder dauerhaft zurückziehe.

Suhaib Khalaf
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Ich wurde am 25.03.1994 in Amman, Jordanien geboren. Ich besuchte die Grundschule in Jordanien und absolvierte die weiterführende Schule in Saudi-Arabien. 2012 fing ich mein Bachelor Studium im Fachbereich International Accounting an der German-Jordanian University an. Als Teil meines Studiums muss ich ein Jahr in Deutschland studieren und ein Praktikum absolvieren. Nach meinem Semester an der Fachhochschule Dortmund, suchte ich einen Praktikumsplatz und fand, nach einigen Empfehlungen von Freunden und Kollegen, Spuren e.V. als eine gute Wahl für mich. Ich habe nicht nur Erfahrungen im Accounting, sondern auch im Management-Bereich. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nach meinem Praktikum bei Spuren e.V., mit neuen Ideen und ausgezeichneten Erfahrungen sowie Kenntnisse im Umgang mit neuen Kulturen und Menschen, nach Jordanien zurückkehren kann.

Hussam Khoury
12380094_10153797063184084_837373718_nIch erblickte am 15.März 1993 in Amman, der Hauptstadt von Jordanien, das Licht der Welt. Meine Familie ist Christlich-Arabischer Herkunft. An der Deutsch-Jordanischen Universität studierte ich Rechnungswesen und ging im Anschluss für ein Jahr nach Dresden, um International Business an der HTW Dresden zu studieren. Beim Spuren e.V. absolvierte ich mein Praktikum und traf Menschen aus verschiedenen Kulturen. Sie sind Ehrenamtliche für ein übergeordnetes Ziel – ihre Vision ist es, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu stoppen. Ich habe eine Menge von ihrem Enthusiasmus, die Botschaft von Spuren e.V. anderen Menschen zu vermitteln, gelernt. mehr...

Ebenfalls habe ich an der  internationalen Konferenz für Wirtschaftslehre, Business und finanzielle Herausforderungen in MENA & GCC Ländern* teilgenommen. Zudem habe ich Zertifikate in „Finanzausweise und Komponenten der Bilanzaufstellung“ und „Prognosen und Budgetierung“. Aber ich bin noch lange nicht fertig und plane, weitere Kurse im Bereich des Rechnungswesen zu besuchen, um schließlich den Masterabschluss zu erhalten.
Neben meinem Studium bin ich ein großer Sportfan, habe Fußball sowie Basketball gespielt und war aktiver Leichtathlet und Boxer. Dem Boxen widmete ich einen wesentlichen Teil meines Lebens.
Ich schaue hoffnungsvoll dem Tag entgegen, an dem Rassismus endet und es Frieden in der Welt gibt. Ich versuche bestmöglich und wo ich imstande bin, bei den Menschen in meinem Umfeld rassistische Ideen aus den Köpfen zu bekommen.

*(Anm.: zu den MENA – Middle East & North Africa Ländern zählen der Nahe Osten und Nordafrika, zu den GCC – Gulf Cooperation Council gehören Saudi Arabien, Kuwait, Oman, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE))

Umit Kuzhan
DSC02895 1Meine Eltern verließen ihr Heimatland, die Türkei, und zogen in die USA um sich eine neue Existenz aufzubauen und mir ein besseres Leben zu ermöglichen. Ihre Herkunft veranlasste mich dazu mich in der türkischen Gemeinde in Levittown, Pennsylvania zu engagieren. Die Stadt in der ich aufwuchs, war im Gegensatz zu anderen Teilen der Vereinigten Staaten, sehr weltoffen und vielfältig, sodass ich Menschen verschiedenster Religionen und kulturellen Hintergründen kennen lernte. Diese Erfahrungen prägten mich so sehr, dass ich mich dazu entschloss den Studiengang Soziale Arbeit an der Temple University zu studieren. Während meines Studiums arbeitet ich mit Flüchtlingen aus unterschiedlichen Ländern, was meinen Wunsch verstärkte, Menschen in Konfliktgebieten zu helfen. Deshalb zog ich nach meinem BA Abschluss im Juni 2017 nach Erfurt, wo ich diesen Herbst einen Master in Internationaler Sozialer Arbeit anfangen werde. Derzeit mache ich ein Praktikum in dem gemeinnützigen Verein TRACES/Spuren e.V., da es mein Ziel ist in einigen Jahren eine eigene Non-Profit-Organisation zu gründen.

Seyedmahmoud Monemian
15398937_10207211830564606_957961417_oich wurde am 7. Februar 1984 in Teheran, Iran geboren. Ich besuchte in Raazi das Gymnasium und habe 2003 angefangen an der Universität Teheran Forstwissenschaften zu studieren. Ich habe 2012 an der Georg-August Universität Göttingen mein Masterstudium begonnen und 2016 abgeschlossen. Ich habe den Spuren e.V. 2016 kennen gelernt und arbeite dort momentan als freiwilliger Mitarbeiter. Ich möchte gern andere Kulturen kennen lernen und mit anderen Menschen zusammen kommen. Außerdem würde ich gern mein Land und meine Kultur anderen vorstellen.

Anna Overla
IMG-20180529-WA0000Ich wurde am 19. Mai 1998 in Kansas/ USA geboren, aber meine Familie zog bald auf unser altes Familienanwesen in  Dallas Center im Bundesstaat Iowa, wo ich seither lebe. Ich wuchs auf dem Land im Mittleren Westen, umgeben von Maisfeldern, auf und ging in der Stadt zur Schule. Meine Eltern interessierten sich sehr für Geschichte, Kunst und Kultur. Dieses Interesse wollten sie an mich weitergeben. Da man diese Dinge jedoch inmitten eines Maisfeldes nur schwer findet, unternahmen wir während meiner Kindheit diverse Ausflüge in Museen, Nationalparks und Kulturzentren. Zurzeit bin ich Studentin am Central College in Pella, Iowa, wo ich Politikwissenschaft und Französisch studiere.mehr...

Das erste Mal hörte ich über TRACES und “Spuren e.V.”, als Michael im Frühjahr 2018 an unserem College einen Vortrag hielt. Ich begann, mich mehr mit den angebotenen Programmen und einzigartigen Projekten zu beschäftigen. Dabei stellte sich schnell heraus, dass die Themen mir wichtig sind und ich mich mit ihnen identifizieren kann. Ich musste also nicht lange überlegen, als Michael mir ein Praktikum hier im Sommer anbot.

Belinda Sidabutar
10982870_10205728083618167_8411528338623582352_o (2)Geboren in einer indonesischen Diplomatenfamilie, sammelte ich schon früh viele Erfahrungen mit verschiedenen Kulturen und Menschen. Zeitig wurde mir klar, dass das Leben überall auf der Erde ziemlich gleich ist, mit gewissen Unterschieden, wie Menschen ihr Leben im Einklang mit der Umwelt und Tradition leben. In Berlin geboren, wuchs ich in Indonesien, Nordkorea, den Philippinen, Griechenland, Vietnam und Kanada auf. Dies half mir zu sehen, dass trotz der geografischen Grenzen und was scheinbar als kulturelle Unterschiede gesehen wird, alles auf eine Sache hinausläuft. Wir sind alle Menschen, die verstanden werden möchten und sich nach Wertschätzung sehnen. Als Christ möchte ich diese Erfahrungen nutzen, Gott zu ehren. Spuren ist ein guter Ort, dies umzusetzen.mehr...

Ich habe Einblicke in die Studienrichtungen Musik, Pädagogik sowie Sprachwissenschaften und Architektur bekommen und mein Interesse für jedes einzelne Gebiet möchte ich irgendwann in der Zukunft weiterführen. Ich widme mich jetzt meinem Masterstudium in Architektur an der TU Dresden. Mein Blick ist auf die Durchführung von zukünftigen Projekten zwischen Indonesien und Deutschland gerichtet. Da mein Name eine Kombination aus den Wörtern “Berlin” und “Indonesien” ist, möchte ich in der Zukunft beide Länder einander näher zu bringen.

Diana Uhlmann
Biopic DianaIch bin geborene Dresdnerin, 29 Jahre alt, und habe bis ich Teenager war, direkt in der Stadt gelebt. Anschließend wehte mir frische Landluft um die Nase, bin also weder reines Stadt- noch Landkind. Meinen Geist für die Welt zu öffnen, lernte ich vor allem durch einen halbjährlichen Aufenthalt in den USA während meines Bachelorstudiums im Jahr 2010 und erweiterte damit erheblich meinen Horizont. In meiner Familie gibt es noch viele Rätsel zu unserer Geschichte zu erforschen.

Vorstandsmitglieder

Martin Fischer
Ich wurde 1980 in Saalfeld, einer Kleinstadt in Ostthüringen, geboren und bin in einer katholischen Großfamilie aufgewachsen. Meine Heimatstadt war nur knapp 30 km von der innerdeutschen Grenze entfernt. Als diese endlich geöffnet wurde, war ich neun Jahre alt. Meine ersten Begegnungen mit dem anderen Teil Deutschlands und meine Jugendzeit in einer Situation, in der im Osten alles im Umbruch und in einer Transformation war, ließ in mir eine Neugier und ein zunehmendes Interesse an der Geschichte der DDR, der deutschen Teilung und ihrer friedlichen Überwindung wachsen. Ich habe dieser Faszination in meinem Theologiestudium mit dem Schwerpunkt Kirchengeschichte Raum gegeben und in diesem Bereich an der Uni Erfurt promoviert. Gegenwärtig bin ich an der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte an der Universität Erfurt beschäftigt und unterstütze den Verein Spuren e.V. mit seinem historisch-biographischen Ansatz.

Jörg Seiler
Geschichte lebt, weil Menschen ihre Geschichten erzählen. Da mir Menschen nicht egal sind, habe ich Theologie studiert, und weil mir das, was wir geworden sind, nicht gleichgültig ist, habe ich Geschichte studiert. Auf meinem Berufsweg habe ich viel Prägendes erfahren: Spiritualität, Wissenschaft, Lehren und Unterrichten, Pädagogik, Verwaltung und ein wenig Marketing. Seit meiner Jugend engagiere ich mich in verschiedenen Bereichen für eine Humanisierung unserer Welt (v.a. Friedens- und Eine-Welt-Arbeit).
1966 wurde ich in eine kinderreiche Familie hineingeboren. Weil wir in einer Wohnung des Ludwigsburger Schlosses wohnten (bedingt durch die Stelle meines Vaters als Archivist), waren das Schloß und dessen Gärten unsere Spielplätze—so wurde der Umgang mit der Vergangenheit (und ihren Relikten) sehr alltäglich. Ich glaube, dass geschichtliches Denken hilft, das gesellschaftliche und individuelle Leben besser zu begreifen. Heute arbeite ich als Kirchenhistoriker an der Universität Erfurt.

Ehemalige Vorstandsmitglieder

Christian Mämecke
Foto ChristianDass mein Geburtsort einmal zum (nicht ganz) geografischen Mittelpunkts Deutschlands werden würde, war meiner Familie nicht bewusst, als mich meine Mutter 1978 in Mühlhausen in Thüringen das Licht der Welt erblicken ließ.
Durch die Nähe zur innerdeutschen Grenze wuchs ich mit vielen Einflüssen (Westfernsehen und Westpakete) aus zwei verschieden Gesellschaftssystemen auf und darf seit meinem 11. Lebensjahr so viele Überraschungseier kaufen wie ich möchte.
Nach meinem Abitur ging ich zum Zivildienst an eine Förderschule für geistig behinderte Menschen und arbeitete mit mehrfach schwerst-behinderten Kindern.
Nach dieser wichtigen Erfahrung begann ich eine Ausbildung zum Bankkaufmann und arbeitete für ein weiteres Jahr in meinem Beruf.
Seit dem Zivildienst hatte mich die Medizin/Biologie so sehr fasziniert, dass ich mich entschied einen neuen Berufs- und Lebensweg einzuschlagen: ich machte eine Fortbildung zum staatl. geprüften Pharmareferenten und zog nach Dresden. Vom ersten Tag an war ich in diese verwundete Stadt mit ihrer melancholischen Schönheit verliebt.
Ab 2014 war ich zusammen mit Kerstin Bellmann Vorstand des Spuren e.V.